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Gemeinderat beschließt Um- und Ausbau des Bauhofes

Auf einen Blick
> Um- und Ausbau des Bauhofs in der Rötz
> 6 Millionen Investition bis 2022
> Endlich Lager- und Einstellmöglichkeiten für teures Gerät
> Optimale Arbeitsbedingungen für unsere FacharbeiterInnen

Bereits direkt nach der Gemeindeneugründung 2013 war klar, dass der Bauhof von einem gemeinsamen Standort aus sämtliche Dienstleistungen erbringen soll. Nach einer intensiven Standortsuche entschied man sich, den bestehenden Bauhof in der Rötz in mehreren Etappen um- und auszubauen. Die erste Bauetappe war 2017 die Errichtung eines zentralen Betriebsgebäudes mit Büro- und Umkleideflächen für die durch die Zusammenführung der drei ehemaligen Bauhöfe Trofaiach, Hafning und Gai vergrößerte Belegschaft.

Ab 2018 beschäftigte sich ein vom Land Steiermark beauftragtes Planungsbüro mit einer Machbarkeitsstudie mit dem weiteren Ausbau des Bauhof-Standortes. Auf Basis dieser Studie wurde ab Jänner 2020 die Detailplanung vorangetrieben, die inzwischen vorliegt.

Erschreckende Zustände
„Alle GemeinderätInnen waren im Oktober zu einer Besichtigung und zu einer intensiven Diskussion mit Planern und dem Bauhof-Team direkt am Standort in der Rötz eingeladen. Dabei zeigte sich für viele von uns ein erschreckendes Bild, unter welchen Bedingungen die MitarbeiterInnen arbeiten müssen und wie auf Grund fehlender Möglichkeiten teilweise extrem teures Gerät gelagert werden muss“, meint SPÖ-Gemeinderat Martin Karner.

Teure LKW-Aufbauten lagern derzeit auf Grund fehlender Möglichkeiten im Freien.

„Die Stadt beschäftigt am Bauhof aktuell einen Elektriker, verfügt aber über keine Elektrowerkstätte. Ähnlich die Situation für die Tischler, die zum Beispiel Reparaturen an Schulmobiliar derzeit in einem notdürftig eingerichteten Nebengebäude erledigen. Die Arbeitsplatzbedingungen sind auch für die ausgebildeten Schlosser und Mechaniker ähnlich und keinesfalls so, dass sie ihre Aufgaben optimal erbringen können“, sieht es Bürgermeister Mario Abl kritisch.

Um- und Ausbau dringend notwendig
Das nun geplante Um- und Ausbauprojekt umfasst die Generalsanierung der bestehenden Gebäude inkl. Dachdeckungen, Installationen, Garagentore, Fenster, Türen, Innenausbau und Fassaden sowie Gebäudeneubauten für Werkstätten, Lagerräume und Fahrzeugeinstellhallen bzw. den Neubau von Flugdächern zur Material- und Gerätelagerung. Des Weiteren werden sämtliche Manipulationsflächen asphaltiert und Retentionsanlagen für die Oberflächenentwässerung sowie eine neue Zu- und Abfahrt des Betriebsgeländes geschaffen und ein Streugutsilo zur Salzlagerung neu errichtet.

Notdürftige Unterstände weichen zeitgemäßen Einstellplätzen.

Finanzierung durch ein Darlehen
Die zu erwartenden Gesamtkosten betragen EUR 6 Millionen und sollen durch eine Darlehensaufnahme ab 2021 finanziert werden. „Die Belastung für das Gemeindebudget wird ab 2024 bei ca. EUR 214.000,- an jährlichen Rückzahlungen liegen. Dies können wir uns leisten, weil wir unsere Schulden seit einigen Jahren konsequent und teilweise auch vorzeitig reduziert haben. Bis Ende 2023 werden in Summe rund EUR 230.000,- an Rückzahlungsverpflichtungen auslaufen, es gibt also keine zusätzliche Belastung für das Gemeindebudget über die derzeitigen Verpflichtungen hinaus“, sieht Finanzstadtrat Peter Marschnig die Finanzierung gesichert. „So eine große Investition stellt einen Wert für mehrere Jahrzehnte dar. Daher ist es jedenfalls legitim, den Bauhof über ein Darlehen zu finanzieren. Jeder Häuslbauer macht das schließlich auch so“, sind sich Abl und Marschnig einig.

Spannend ist vor allem die Haltung der ÖVP: Stimmte man beim Grundsatzbeschluss großteils gegen das Bauhof-Projekt, war man beim Beschluss für das dafür erforderliche Darlehen wieder dafür. Man stimmte also dafür, einen Kredit für ein Projekt aufzunehmen, das man eigentlich ablehnt…   

Abstimmungsverhalten:
Dafür: SPÖ, 1x ÖVP, Grüne, FPÖ
Dagegen: KPÖ, 4x ÖVP
Antrag angenommen

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