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Trofaiacher Stadtrat bringt richtungsweisende Projekte auf Schiene

Vor der Sommerpause tagte der Trofaiacher Stadtrat ein letztes Mal in seiner „alten“ Zusammensetzung. Dabei wurden 22 Tagesordnungspunkte behandelt, 18 davon wurden einstimmig beschlossen. Die KPÖ stimmte dabei gegen die Einrichtung einer öffentlichen WC-Anlage in der Hauptstraße, sowie gegen die Unterverpachtung der vom Land gepachteten Bahnstrecke, sowie gegen einen Planungsauftrag für einen Zugterminal für die Erzbergbahn in unserer Stadt.

 

Der Stadtrat beschloss zur weiteren Aufwertung der städtischen Bildungseinrichtungen neues Mobiliar für zwei EDV-Räume und einen Werkraum in der Mittelschule anzuschaffen. Dafür wurden knapp EUR 12.000,- freigegeben. Für den Standort Roseggergasse der Mittelschule wurden in Summe über EUR 17.000,- für die Erstellung von Elektroattesten und die Behebung von diversen Mängeln zur Verfügung gestellt. Für eine weitere Tisch-Sitz-Kombination im Speisesaal der Peter Rosegger-Volksschule wurden knapp EUR 1.400,- beschlossen.

Das Flachdach über dem Hallenbad Trofaiach muss nach einer intensiven Begutachtung und Sturmschäden im Juni 2020 umfassend saniert werden. Der Auftrag wurde an die Trofaiacher Firma Friedl um über EUR 99.000,- vergeben. In diesem Zuge sollen auch die Fenster und der Blitzschutz erneuert werden, was sich mit weiteren EUR 15.000,- zu Buche schlägt. Auch diese Aufträge konnten an regionale Firmen vergeben werden.

Der Tennisclub Trofaiach erfreut sich immer größerer Beliebtheit, die bestehende Terrasse des Clublokals in der Rebenburggasse wurde daher zu klein. Der Stadtrat gab für eine Erweiterung in Summe EUR 35.400,- frei. Dank des Engagements der Vereinsmitglieder konnten die Planungsarbeiten kostenlos durchgeführt werden und die Baukosten durch Eigenleistungen auch wesentlich verringert werden. Diese Erweiterung kann über die bestehende Gebäuderücklage finanziert werden.

Aufträge für die Erweiterung von bestehenden Schließsystemen, der Zeiterfassung für die MitarbeiterInnen im Rathaus und die Erweiterung der kommunalen Verwaltungssoftware wurden vergeben.

Auch für den öffentlichen Verkehr wurden weitere Akzente gesetzt: In der Reichensteinstraße wird ein neues, überdachtes Buswartehäuschen errichtet, bei den beiden bestehenden im Bereich Einsiedelei bzw. Langefelderstraße/Alpenvereinsheim werden Glasseitenteile als Wetterschutz ergänzt. Die Kosten dafür betragen in Summe rund EUR 14.500,-. Bei der Volks- und Mittelschule Peter Rosegger wird eine überdachte und beleuchtete Fahrradabstellanlage für 88 Fahrräder errichtet. Dafür wurden Aufträge im Gesamtwert von über EUR 66.000,- einstimmig vergeben.

Neue Buswartehäuschen entstehen, bestehende werden aufgerüstet

Die Straßenbeleuchtung wird im Bereich der Winkelfeldgasse um einen und in der Alois Schaller-Straße um zwei Lichtpunkte erweitert. Kostenpunkt: EUR 15.000,-. Die Stadtwerke Trofaiach errichten heuer und nächstes Jahr eine neue 30kV-Verbindung vom UW-Ost in der Friedhofgasse zum UW-West in der Wiesengasse. Im Zuge der notwendigen Grabungsarbeiten tauscht die Stadt Trofaiach die teilweise sehr alten und entsprechend fehleranfällige Verkabelung der Straßenbeleuchtung in den betroffenen Bereichen. Für 2020 wurden vom Stadtrat über EUR 50.000,- frei gegeben.

 

Im Zuge des Bürgerbeteiligungsprojekts „Bahntrasse“ wurde der Wunsch aufgenommen, dass die Erzbergbahn künftig ab/bis Trofaiach fährt. Der Stadtrat beschloss nun daher, den Gleiskörper an en Verein Erzbergbahn unentgeltlich weiter zu verpachten. Der Verein pflegt und erhält dafür im Gegenzug die Strecke im Rahmen seiner Möglichkeiten. Weiters wurde der Auftrag zur Planung eines „Zugterminals“ als Ausgangspunkt für die künftigen „Ausflugsfahrten“ der Erzbergbahn an das Trofaiacher Planungsbüro Stingl-Enge vergeben. Von den Gesamtkosten von rund EUR 30.000,- können mehr als EUR 18.500,- durch EU-Fördergelder abgezogen werden. Gegen beide Punkte stimmte KPÖ-Vizebürgermeisterin Leitenbauer. Sie meint, das sei „Unsinn, von dem die Trofaiacher nichts haben und koste viel zu viel.“ Außerdem wirft Leitenbauer der Stadt vor, „alles dafür zu tun, damit nie mehr ein Personenverkehr auf der Bahnstrecke verkehren kann“. Dem tritt Bürgermeister Abl entschieden entgegen: „Die Vorwürfe der KPÖ sind völlig unrichtig. Durch den Betrieb der Erzbergbahn und den ‚Zugterminal‘ ergeben sich keine Einschränkungen für künftige Überlegungen. Dennoch steht aktuell eine S-Bahn, wie es sich die KPÖ vorstellt nicht zur Diskussion“. Finanzstadtrat Peter Marschnig ergänzt: „Ich erinnere an die 2016 durchgeführte Kostenschätzung über die notwendigen Maßnahmen entlang der Bahnstrecke Leoben-Trofaiach: 43 Millionen Euro nur um die Strecke für den Personenverkehr tauglich zu machen! Ich freue mich, dass wir nun ein besonderes touristisches Angebot bis ins Herz unserer Stadt bekommen werden!“

Im Bereich der Koloniegasse entsteht ein Zugterminal für die Erzbergbahn

 

In der Hauptstraße 45 wird ein neues öffentliches WC errichtet. Dieser Standort liegt zentral zwischen dem Hauptplatz und dem Busterminal, wo ursprünglich die Aufstellung von zwei WC-Containern angedacht war. Im Zuge der Detailplanungen stieß man auf schwierige Gegebenheiten (Lage des Kanals und damit verbunden weit höhere Baukosten als geplant). Auch eine barrierefreie Ausführung wäre mit der Container-Lösung nicht möglich gewesen. Daher entschloss man sich, sich ins Gebäude der Scherübel Immo GmbH einzumieten und darin eine moderne, vandalensichere und barrierefreie WC-Anlage zu errichten. Die Mietkosten belaufen sich auf EUR 227,50, die Errichtungskosten auf EUR 73.000,-. Der Auftrag zur Errichtung wurde im rechtlich möglichen Direktvergabeverfahren an die Trofaiacher Firma Scherübel Installationen beschlossen. Die KPÖ ortet „Freunderlwirtschaft“. Stadtrat Peter Marschnig dazu: „Einerseits werden Vergaben an nicht-Trofaiacher Unternehmen von der KPÖ hinterfragt, heißen Trofaiacher Auftragnehmer aber zum Beispiel Scherübel, Zeiler oder Pöschlmayer passt’s auch nicht“. Auch die ÖVP stimmte dagegen.

In der Hauptstraße entsteht eine barrierefreie öffentliche WC-Anlage

 

Auf Grund der aktuellen Vorgaben in Zusammenhang mit COVID-19 muss das Stadtfest heuer leider abgesagt werden. Um den Trofaiacherinnen und Trofaiachern dennoch einige Kulturveranstaltungen im rechtlich zulässigen Rahmen zu ermöglichen, hat sich Kulturreferent Rene Pichler ein Ersatzprogramm einfallen lassen: Für vier Konzerte, ein Sommerkino, ein Zaubertheater und eine Musicnight wurden finanzielle Mittel in der Höhe von rund EUR 30.000,- freigegeben.

Der Kultursommer bietet qualitativ hochwertigen Ersatz für das abgesagte Stadtfest

Zur Staubfreimachung der Lehmbergstraße wurde ein Auftrag an die Firma Swietelsky vergeben, Asphaltfräsgut auf die Straße aufzubringen. Kostenpunkt: EUR 10.540,-. Zur Sanierung von Schäden an einer Urnenmauer am Friedhof wurde ein Auftrag an die Trofaiacher Firma Zeiler im Wert von rund EUR 4.100,- vergeben.

Für Mieter in gemeindeeigenen Gebäuden wurden auf Grund der Coronakrise Mieten gefördert.

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